Meine Modelleisenbahn

Verdrahtungspläne

 
Irgendwo im Dickicht einer Eisenbahnanlage gibt es Ecken, wo der Eisenbahner keine Lust mehr hat. Es wird mühselig, die Kabel von der Zentralstelle zu den Weichen zu ziehen. die Kabelbündel werden unübersichtlich, die Benennung ist längst abgerissen - Das will ich mir nicht antun!
 
Die Verdrahtung zum und vom  "Verbraucher" wird auf folgende Weise durchgeführt:
 
1. Vom Steuermodul für ein "1:1" Kabel zu einer Transferplatine in der Nähe der Weichen, etc.
2. Auf der Transferplatine befinden sich ein Eingangsstecker (Befehle), ein Ausgangsstecker (Rückmeldungen)
    sowie Stecker für die Weichen            
3. Die Leistungsleitungen +15V DC, GND sowie die Versorgung der Weichenlaternen werden getrennt mit
    stärkerem Querschnitt geführt.
4. Diese Potentiale werden auf der Transferplatine mit den entsprechenden Pins der Module verbunden. 
5. Die Transferplatine wird an den allgemeinen Erdpunkt angeschlossen.
 
Es wird mehrere Sorten der Transferboards geben, eines für Weichen (s. o.), eines bestückt mit Leistungsrelais zum
Schalten des Bahnstroms und vermutlich ein weiteres zum Schalten von Kran und Drehscheibe, weil diese Komponenten
mit Wechselstrom arbeiten. Wenn es irgendwie möglich sein sollte, werde ich ein Layout anfertigen, welches diese Aufgaben
allesamt erfüllt, wobei nur Brücken umgesteckt werden müssen.
 
Damit ist die Arbeit zwar nicht geringer geworden, aber sie ist kanalisiert. Die Kabel vom Modul zur Transferplatine sind Presskabel, die Verdrahtung der Transferplatine erfolgt nach einer Liste getrennt von der Anlage und schließlich erhalten alle Weichen ein 6-poliges Anschlusskabel der Länge 1m, welches beim Einbau abgelängt und auf die Terminals aufgelegt werden kann. Ich muss lediglich noch die Verbinder für +15V DC, GND und Weichenbeleuchtung aufstecken.
 
Ich möchte unterhalb der Geleise keinerlei Lötverbindung mehr, weil das mühsam wird!
 
Alle Verdrahtungen werden dokumentiert in einem Excel-File, ein Beispiel für die ersten 8 Weichen des
Schattenbahnhofs habe ich angefertigt.
 
 
 
Wie üblich macht man bei der Layouterstellung einer neuen Platine mindestens einen Fehler beim Layouten selbst sowie einen Fehler bei der Anordnung der Komponenten. Dies ist insbesondere peinlich, wenn es um den eigenen Geldbeutel geht. Mit einigen Tricks lassen sich alle PC-Boards verwenden. Ich habe zwar das Layout korrigiert, aber die Prototypen wollte ich doch nicht entsorgen. Das Layout ist so aufgebaut, dass es alle notwendigen Funktionen der Anlage erledigen kann: Ansteuerung von Geräten mit Doppelspulenantrieb, Ansteuerung von Geräten mit 16V AC-Versorgung, Schalten von Fahrstromktreisen sowie Rückmeldung von Gleisbelegtschaltern oder anderen Signalquellen. 
 
Für den Aufbau des Schattenbahnhofs habe ich zunächst ein Board als Steuerung für Weichen konfiguriert, ein zweites wurde zum Schalten der Fahrstromkreise konfiguriert, es kann zusätzlich noch vier Weichen bzw. Doppelspulengeräte ansteuern und deren Rückmeldesignale verarbeiten. Anbei die Bilder der beiden Platinen.
 
 
Platine XFER-1, konfiguriert für Weichensteuerung, durch die Verwendung von Adapterpinreihen ist es möglich, sowohl weibliche als auch männliche Weichenstecker zu verwenden.

 

Platine XFER-1, konfiguriert für Bahnstromschaltung mit 3A-Leistungsrelais. Zusätzlich sind rechts oben noch vier weitere Anschlüsse für Weichen angeordnet.