Meine Modelleisenbahn
Software
 
Es gibt viel zu kaufen auf dem Markt und viele Leute machen sich Gedanken und erzeugen Steuersoftware. Ich habe da großen Respekt vor, denn die alle sind schlicht und einfach besser als ich. Nach einigem Herumsuchen und Ausprobieren - immerhin habe ich ja ein Testoval - habe ich mich an einen meiner Studenten gewandt und ihn gebeten, mir eine alte Version von Labview zu besorgen. 
 
Ich habe bei Wikipedia nachgeschaut und dabei folgendes gefunden:
 
LabVIEW ist ein grafisches Programmiersystem von National Instruments. Das Akronym steht für „Laboratory Virtual Instrumentation Engineering Workbench“. Weiteres siehe https://de.wikipedia.org/wiki/LabVIEW
 
Eine Zeitlang habe ich damit herumprobiert und war irgendwie nicht zufrieden. Schließlich habe ich unseren Labview-Crack im Hause für dieses Problem interessiert und habe dabei einiges gelernt. Dazu ist mir noch ein Buch in die Hände gefallen. Es wurde geschrieben von Kurt Reim und erschien im Vogel Buchverlag (ISBN 978-3-8343-3294-3). Das Buch stellt in einfacher Form die Funktionalitäten dar und hilft. Davon abgesehen befindet sich im Buchrücken eine Studentenversion von Labview. Die Sache als Ganzes ist nicht teuer.
 
Bei der Erstellung der Software unterscheide ich zwischen statischen Aufgaben (Weichen, Signalem etc) und dynamischen Aufgaben wie etwa Lokomotivsteuerungen.  
 
 
Anlagenschemata
 
Begonnen habe ich mit dem Schattenbahnhof, weil dieser als erstes aufgebaut sein muss (Die Anlage wird von unten nach oben gebaut). Es hat einige Zeit gedauert, bis ich ein Schema erzeugt hatte, welches eingermaßen "Eisenbahnlike" aussieht, und welches auch alle notwendigen Funktionalitäten aufweist. Zum Vergleich sehen Sie bitte bei "Anlagenplanung/Schattenbahnhof" nach. 
 
 
 
Bedienfeld des Schattenbahnhofs 

Hinter dieser Zeichnung steckt eine ziemliche Menge an Elektronik und an Software. Wird das Programm gestartet, so liest es zunächst die Schaltzustände der Weichen, der Gleisbelegtschalter und der Relais für den Fahrstrom aus und stellt diese dar. Zur Bedienung der Weichen wird mit der linken Maustaste das rote oder grüne (bei Dreifachweichen auch das blaue) Schaltfeld angeklickt. Die Weichensteuerung liefert dann für 0.5s 15V DC an die Doppelspule der Weiche. Läßt man die linke Maustaste wieder los, so wird die Spannung an der Weiche auf 0V gesetzt und das System beginnt wieder mit der zyklischen Auslesung der Schaltzustände. Geht man mit der linken Maustaste auf die Fahrstromschalter, so kann man damit den Fahrstrom dauernd einschalten oder ausschalten. An der Strecke werden Leistungsrelais angeordnet (3-4A pro Kontakt), da die Kleinrelais der Interfaces diese Leistungen nicht schalten können.

Zusätzlich befindet sich auf dem Steuerschema auch noch eine Darstellung der Bahnzeit in einem noch festzulegenden Zeitmaßstab, sowie ein Stopp-Schalter, mit welchem ich die Software jederzeit abbrechen kann.

Als Beispiele für die hinter dem Anlagenschema steckende Software zeige ich das Auslesen der Schaltzustände sowie ein Teilprogramm für das Schalten des Bahnstroms.

 

Auslesen des Schaltzustandes der Weichen 

Bedienung des Fahrstroms für die Abstellgleise

Die Software wurde erstellt und mit den benötigten Interfaces getestet. Sie ist soweit vielleicht etwas umständlich aber ohne logische Fehler. Mit den Kenntnissen, die ich aus dieser Teilarbeit erworben habe, ist die Erstellung der weiteren Anlagenschemata nur noch eine Fleißarbeit.

Nächste Einheiten

Betriebswerk mit Drehscheibe und Verladekran

Hafenbahn mit Verladebühne und Steuerung der Kammerschleuse

Ausgangsstrecke

Bedienung der USB-Kameras von den Schaltfeldern aus

 

Gesamtdarstellung

Alle Bedienungspanel werden gestartet und wie bei Windows üblich hintereinander auf dem Bildschirm angeordnet. Bei Bedarf hole ich mir das entsprechende Bedienungsschema nach vorne und arbeite damit (das bedeutet Mausaktionen!). Während der sonstigen Zeit ist das Programm lediglich damit beschäftigt, die Schaltzustände auszulesen und darzustellen.